NYC Asbest-Fall 190 Millionen USD für Krebsopfer

Eine Jury eines New Yorker Gericht (Manhattan Supreme Court) verurteilte am vergangenen Dienstag, 23. Juli 2013, die US-amerikanischen Unternehmen Burnham und Cleaver-Brooks zum Schadensersatz in auch für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlicher Höhe von 190 Millionen Dollar, zu zahlen an die an Krebs erkrankten Opfer bzw. da drei von ihnen bereits verstorben waren, an deren Familien. Vorgehensweise ohne Rücksicht auf menschliches Leben war der vernichtende Schuldspruch.

Die als Maschinenschlosser, Klempner und Bauarbeiter beschäftigten Mitarbeiter waren durch die Unternehmen nicht vor den Gefahren gewarnt worden, die mit der Arbeit mit dem tödlichen Material Asbest verbunden war. Zu den Arbeiten gehörte beispielsweise Schweißarbeiten auf Flugzeugträgern wie die US Constellation im Hafen der Navy in Brooklyn.

Der zugesprochene Schadensersatz wird aufgeteilt auf die Familien der drei verstorbenen sowie die beiden überlebenden Opfer. An die klägerische Rechtsanwaltskanzlei Weitz & Luxenberg (Kraft jr.) gehen als Erfolgshonorar 30 Prozent des durch die Jury zugesprochenen Betrags.

Das sind Beträge, an die die Justiz in Deutschland noch nicht einmal im Traume denkt.

Zugesprochen werden in Deutschland Ansprüche bis zu Euro 100.000. Darüber hinaus spricht der deutsche Richter niemals zu, weil derartige Beträge sein Vorstellungsvermögen überschreitet.

http://www.bz-berlin.de/archiv/mutter-erstreitet-asbest-urteil-fuer-ihre-kinder-article1646519.html

Mit Urteil des vom 21. Dezember 2012 (Geschäftszeichen 65 S 200/12) hat das Landgericht Berlin nun festgestellt, dass der Vermieter den Klägern alle Schäden zu ersetzen hat, die den Mietern aus der Gesundheitsgefährdung durch Asbestkontakt in den Mieträumen entstanden sind und auch als Spätfolgen möglicherweise noch entstehen werden.

In einer Wohnung in Berlin des Wohnungsbauunternehmens Gewobag waren beschädigte Vinylasbestplatten ohne besondere Staubschutzvorkehrungen nur mit Spachtel und Hammer entfernt worden. Die Mieter wurden über die Gefahren nicht informiert.

Bei dieser Vorgehensweise konnte nicht ausgeschlossen werden, dass Asbestfasern in das Gewebe der Lunge oder des Rippenfells von Bewohnern gelangt waren. Bereits eine einzelne Faser kann die Asbestose auslösen. Das ist eine Krankheit mit möglicher Todesfolge. Eine Verjährung der Ansprüche war wegen der langen Inkubationszeit von 20 bis 20 Jahren auch noch nicht eingetreten.

Copyright im Juli 2013
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Weiterführende Links

http://www.nypost.com/p/news/local/cancer_victims_kind_million_judgment

Konferenz betreffend Rechtsstreitigkeiten wegen Asbest in San Franzisko vom 16. bis 18. September 2013:

www.perrinconferences.com

Perrin Conferences‘ Asbestos Litigation Conference. Teilnehmer:

Holly Harris, Esq., Senior Counsel, Chevron Products Company
W. Mark Lanier, Esq., The Lanier Law Firm
John B. Manning, Esq., Cooley Manion Jones LLP
Rick Nemeroff, Esq., The Nemeroff Law Firm, P.C.
Joseph F. Rice, Esq., Motley Rice LLC
Paul Slater, Esq., Senior Counsel, General Electric Company
Linda Tatka, Claims Directo-Asbestos, Fireman’s Fund/Allianz Insurance Company

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