Vorsicht vor Betrügern mit Teerarbeiten!

„Das ist zu schön, um wahr zu sein“, sagt man. Nun, wenn Ihnen jemand anbietet, den Eingangsbereich neu zu asphaltieren, z.B. für 25 Euro je Quadratmeter, oder einen löchrigen Privatparkplatz, oder eine Einfahrt, sollten Sie besser zweimal vorher nachdenken.

Jedenfalls treiben sich im Augenblick sogenannte Teerbetrüger-Banden in Deutschland herum. Zuerst im norddeutschen Bereich, aber zuletzt auch gesichtet bei Esslingen, im Stuttgarter Raum. Die Kennzeichen der fraglichen Fahrzeuge sind ausländisch, u.a. englisch, und die ganze Bande taucht ebenso schnell auf wie sie wieder verschwindet. Mit sich wird beeindruckend großes und schweres Gerät geführt, das alleine natürlich den Schein von Seriosität auf trügerische Art und Weise unterstützt.

Es werden erst einmal verlockende, seriös wirkende Angebote gemacht, beschädigte Stellplätze und Einfahrten neu zu asphaltieren. Dabei werden ganz billige und schnelle Asphaltierungsarbeiten angeboten. Die Arbeiten werden scheinbar auch durchgeführt. Es wird dann auf sofortiger Zahlung bestanden und noch etwas später stellen die geschädigten Privateigentümer fest, daß die Arbeiten unprofessionell durchgeführt worden sind und letztlich lediglich ein wertloser Belag aus Schotter aufgetragen wurde, der sofort wieder abbröckelt und der auf Kosten der geprellten Privateigentümer für über das Doppelte des gezahlten Preises wieder entfernt werden kann.

Alleine wegen der Größe dieser Organisationen ist es erstaunlich, daß die deutsche Polizei dem nicht mit Leichtigkeit Einhalt gebieten könnte, wenn sie nur wollte. Es liegt darum auch auf der Hand, daß möglicher Weise auch einige Mittäter an Stellen sitzen, wo man sie eigentlich in Deutschland nicht vermuten würde.

Also Warnung und Tipp: Auch als Privatperson sollte man immer erst einmal mehrere Vergleichsangebote einholen und sich eingehend über die Vertragspartner und die angebotenen Leistungen erkundigen. Wenn ohne erkennbaren triftigen Grund bzw. unter einem Vorwand Druck gemacht wird, immer sofort komplett absagen, das ist mit ziemlicher Sicherheit unseriös.

Dabei sollte man sich auch nicht voreilig durch bekannte Namen oder Plakate blenden lassen oder durch Hinweise auf gerade erledigte Großaufträge. Das kann alles Lug und Trug sein. Jedenfalls ist Asphaltbauer oder Strassenbauer in Deutschland ein gelernter Beruf. Wer dieses Gewerbe in Deutschland selbständig ausüben möchte, braucht erst einmal eine Meisterprüfung und muss in der Handwerksrolle eingetragen sein. Also: Unbedingt einfach mal bei der Handwerkskammer anrufen und die Angaben verproben und sich erkundigen, wer wirklich dahinter steckt.

Auf einem schriftlichen Kostenvoranschlag mit den genauen Leistungsinhalten bestehen. Holen Sie sich mindestens zwei weitere Kostenvoranschläge für die Arbeiten ein von renommierten Unternehmen aus der Gegend. Die (seriöse) Konkurrenz wird Ihnen das bei Erstellung des Gegenangebots schon sagen.

So einfach ist natürlich das Auftragen von Schotter auf dem nicht vorbereiten Boden ohne Vorbereitung des Untergrunds bei Straßenbelägen normaler Weise eine vollkommen unsinnige und wertlose Arbeit und taugt allenfalls als Provisorium, als vorübergehende Lösung. Wenn überhaupt ausgestellt, müssen Rechnungen verprobt werden auf Echtheit. Hier werden z.B. Telefonnummern angegeben, die gar nicht existieren. Da muss man schon schärfer hinsehen, und das zu merken.

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