Zum Online-Gerichthof

Antwort auf eine Anfrage über unsere Meinung zum Online-Gerichtshof *1):

Vielen Dank für die interessante Zuschrift. Ich halte diese Idee in der Tat für verfolgenswert und sicherlich die Zukunft der Justiz.

Wenn Sie einen Blick in die Zivilprozessordnung, 10. Buch Schiedsrichterliches Verfahren (§§ 1025 – 1066) werfen, dann scheint das auch durchaus im Rahmen der bestehenden Rechtsordnung zulässig zu sein.

Die Idee wird derzeit allerdings leider in Deutschland durch gewisse politische und auch anwaltliche Interessensgruppen vehement bekämpft.

So hatte ich z.B. schon im Rahmen der Familienrechtsreform gefordert, vor dem Scheidungsverfahren eine außergerichtliche Instanz zu schalten, was ähnlich wie in den USA eine Schnellscheidung ermöglichen würde und den Parteien hohe Kosten ersparen könnte.

Ich hatte auch schon überlegt, ob man nicht jedenfalls für die meisten zivilrechtlichen Fälle eine außergerichtliche Alternative in Form einer Online-Jury anbieten könnte. Schlechter als das, was uns die Richter da bieten, kann es eigentlich gar nicht mehr werden.

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Rechtsanwalt (Attorney at Law, Germany) and CPA (USA)

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Ein Kommentar zu Zum Online-Gerichthof

  1. admin sagt:

    *1) Zuschrift Zitat in anonymisierter Form

    Zitat:

    An: Redaktion,

    Ich leite Ihnen anbei mein Schreiben an Vorname Nachname weiter.
    Die Petition halte ich für Unterstützenswert, vielleicht auch durch Sie und Ihre Kontakte.
    Ich selbst mußte Erfahrungen sammeln, die sowohl von Frau Nachname, als auch von Ihnen angesprochen wurden.

    Daraus habe ich die bisher noch nicht promotete Facebook-Seite:

    https://www.facebook.com/pages/Schildabek/1461131987504983

    eine Sammlung aus eigenen Erfahrungen und Links zu verwandten Themen erstellt.

    Aber mir kam dazu auch die, im Schreiben an Frau Nachname geschilderte, unten stehende Idee eines Online-Gerichtshofes!

    Was halten Sie davon?

    Beste Grüße

    Vorname Nachname

    Gesendet: Freitag, 09. Januar 2015 um 10:23 Uhr
    Von: Emailadresse
    An: Emailadresse
    Betreff: Strafbarkeit von Rechtsbeugung wiederherstellen, Bürgergerichte einführen !
    Hallo Adressat,

    mit großem Interesse habe ich über Ihre Petition und Ihre Anregungen gelesen.
    Natürlich habe ich, auch aufgrund eigener Erfahrungen, Ihre Petition unterschrieben.

    Meine Erfahrungen spiegeln sich in der, bisher noch nicht promoteten Facebook-Seite:

    https://www.facebook.com/pages/Schildabek/1461131987504983

    wieder.

    Meine Erfahrungen haben mich aber auch bereits im November 2014 auf eine Idee gebracht, die Ihrer sehr nahe kommt:

    Online – Gerichtshof!

    Es heist doch „Im Namen des Volkes“, doch oft genug wird von Richtern nicht Recht und schon gar nicht im Namen des Volkes beschlossen.

    http://www.zeit.de/2013/27/richter-kritik-

    Meine Idee:
    Ein Online-Gerichtshof, eine Internetseite in dem Fälle verhandelt werden, die durch „das Volk“, registrierte Internet-User, ähnlich dem Schöffen-Modell, abgeurteilt werden.

    Kläger und Beklagte, Antragsteller und Antragsgegner stellen „anonym“ ihre Klagen, Klagerwiderungen, Anträge und Antragserwiderungen online.

    Die Plattform stellt sämtliche Gesetzestexte und Kommentare online zur Verfügung.

    Über einen definierten Zeitraum können die zugelassenen (registrierte online-Schöffen) Internet-User mit den Parteien den Fall online diskutieren.

    Abschließend findet eine Abstimmung statt.

    Das Ergebnis ist der Beschluss.

    Anfänglich wird es noch nicht rechtskräftig sein, aber es wird Schule machen und Ungerechtigkeiten an realen Gerichten aufdecken, korrupte und parteiische Richter entlarven und zu denken geben!

    Online-Schöffen findet man durch die menschliche Psyche. Darum sind die Foren und Facebook so voll mit Beiträgen;-) Fast jeder internet – affine Mensch liebt es zu allem und jedem seinen Senf dazu zu geben und zu twittern 😉 Hinzu kommt die Sensationslust und der Drang, stets für eine Seite Partei ergreifen zu wollen (Fan-Club Syndrom).

    Mögliche Einnahmen:

    Antragsteller/Kläger zahlt Gebühr.

    Dazu können Personen und Firmen sog. Streitpatenschaften übernehmen. Hierfür bekommen sie Werbeflächen und –Zeit.

    Später wird es Premium Online-Schöffen geben, die mehr Zeichen/Buchstaben posten dürfen. Sie können einen monatlichen Beitrag zahlen, oder pro Stellungnahme einen Cent-Betrag vom Konto abbuchen lassen.
    Jeder Premium-Schöffe nimmt pro Verfahren an einer Verlosung teil, an der 20 % der Einnahmen in Sachwerten ausgeschüttet werden.

    Da ist wieder meine Liebe zur Gerechtigkeit durchgekommen. Ich möchte damit auch in der Justiz etwas bewegen.

    Ähnliche Pionier-Projekte habe ich in der Vergangenheit schon öfter auf die Beine gestellt.
    Sehr gerne sende ich Ihnen weitere Referenzen.
    Mit finanzieller Unterstützung würde ich auch gerne so ein Projekt realisieren!

    Was halten Sie von dieser Idee?

    Beste Grüße

    Vorname Nachname
    auch bei http://www.XING.de zu finden

    Zitat Ende

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