weiterer Ebola-Kranker nach Deutschland importiert!

Nach dem Skandal in Hamburg, über den bereits berichtet worden ist *1), mit einem behördlich veranlassten Ebola-Import nach Deutschland, war ja vor kurzem auch in Dallas, USA, der erste Ebola-Fall in den USA zu verzeichnen *2), allerdings ohne Mitwirkung der dortigen Behörden.

Das nicht genug, nunmehr wurde offenbar in Frankfurt am Main eine weitere an Ebola erkrankte Person ganz offiziell in dichtest besiedeltes deutsches Gebiet verschleppt.

„Am Flughafen eskortierten Feuerwehr und Polizei das Spezialfahrzeug, mit dem der Kranke zur Klinik transportiert wurde“*3).

Kommentar

Man kann sich hier eigentlich nur noch fragen, ob die deutschen Behörden in Hamburg und in Frankfurt am Main denn komplett verrückt sind.

Was soll denn da schon passieren, schließlich passt bei der Ankunft am Flughafen ein großes Aufgebot an Polizei und Feuerwehr auf die gefährlichen Viren auf!

Die deutsche Polizei würde dann ja bei der geringsten Gefahr im Verzug, also bei Zeichen für eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, …

ja was würde diese armen Polizisten denn eigentlich tun? Jeden weiteren an Ebola erkrankten Menschen sofort festnehmen, und/ oder die ganze beteiligte Bande, einschließlich sich selbst, und längstens bis zum Ende des folgenden Tags in Untersuchungshaft bringen und/ oder dem Richter vorführen, vgl. Art. 104 Grundgesetz*4)???

Und die Feuerwehr, was macht die dabei? Auch so, die löscht die gefährlichen Viren dann einfach und würden notfalls auch ein chemisches Schaumbad zur Dekontamination verwenden können. Wirklich genial, ich bin von dem neuen Importkonzept für Ebola vollkommen überzeugt.

Und die Bundesregierung hat ja auch einen Sonder-Ebola-Beauftragten ernannt *5). Was macht dieser? Er soll nicht etwa ein wirkungsvolles Seuchenkonzept erarbeiten, präventive Maßnahmen und Schritte ausarbeiten, einen Plan entwickeln zur Bekämpfung und Vorbeuge der Seuche. Nein, koordinieren soll er Ebola. Ein Sonderbeauftragter zur Koordination von Ebola, damit das Ganze noch einfacher geht in Zukunft. Ein Koordinator für den Transport von Ebola-Viren nach Deutschland?

Na, einfach nur Klasse. Also, insgesamt, alles ist in Deutschland wie immer, und vollkommen sicher.

Darüber brauchen und dürfen wir einfach nicht eine Sekunde lang weiter nachdenken. Das wissen und das können die deutschen Behörden kraft völkischer Überlegenheit einfach so.

Zugegeben, das war Sarkasmus. Wenn uns das Lachen bei so viel Verantwortungslosigkeit nur nicht im Halse stecken bliebe.

Nun aber wieder zum bitteren Ernst:

Die Weiterverbreitung von Ebola in der Welt, in Europa und besonders auch in Deutschland ist bei dem aufgezeigten, fortlaufenden und systematischen Import von erkrankten Patienten unserer Überzeugung nach nur noch eine Frage der Zeit und der Statistik.

Das klitze-kleine verbleibende Problemchen:

Wie können wir nur den Behörden vermitteln, daß die wahrscheinlich durch Körperkontakt übertragenen Ebola Viren nicht sichtbar sind.

Ebola-Viren bei der Verbreitung können nicht verfolgt und festgenommen werden. Damit hat auch die Polizei oder die Feuerwehr niemals auch nur den Hauch einer Chance, der Übertragung von Ebola sinnvoll Einhalt zu gebieten, solche Maßnahmen sind einfach nur noch dumm und lächerlich. Wenn die Ebola erst einmal vor Ort angekommen ist, also in Deutschland, auch in Form von erkrankten Patienten, dann hat der behördliche Schutz bereits versagt.

Der erste und wichtigste Schritt bei der Verhinderung (Prävention) von Seuchen ist die Quarantäne, und die Verhinderung der Verbreitung, besonders auch noch ins Ausland, und in dichtest besiedelte Wohngebiete.

Angenommen, ein oder mehrere Dritte würde durch die importierte Ebola erkranken und sterben: Wenn man so die Tatbestandsvoraussetzungen für Massenmord § 211 StGB durchprüft – Kausalität Vorhersehbarkeit – Vorsatz fehlt eigentlich nicht viel. Über die besonderen Mordmerkmale Habgier oder niedrige Beweggründe kann man diskutieren. Vermutlich steckt ja als Motiv das Ego und die Geltungssucht irgend welcher Mediziner oder sonstiger Amtspersonen dahinter.

Die reine Gefährdung der Mitmenschen durch die internationale Verbreitung von Seuchen, das scheint der so akribische deutsche Gesetzgeber, der sonst so eifrig ist, wenn es um die Bestrafung von Mitmenschen geht, z.B. die Verfolgung und Ahndung von Straftaten wegen Beleidigungen zum Schutz der (deutschen) Ehre, und anderer ähnlich wichtiger Straftaten, einfach vergessen zu haben.

Und noch fehlen als Beweis die ersten weiteren Ebola-Toten in Deutschland als Folge dieses Verhaltens. Hoffen wir alle, daß dies im Ergebnis auch so bleibt.

Aber die Verwirklichung und Realisierung der reinen Gefährdung der Bevölkerung und damit zusammen hängende Risikoerhöhung durch entsprechende Todesfälle scheint ja wohl nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Statistisch gibt es eine mathematisch fest stehende Regel: Risiken addieren sich. Wenn das Risiko für die Bevölkerung, durch die Exposition von Ebola zu erkranken, jedes mal bei derartigen Wahnsinnstaten im Einzelfall vielleicht 5 Prozent betragen mag, vielleicht auch weniger, dann ist das Risiko dann, wenn die Gefährdung 10 Mal geschieht, zwar nicht ganz 50 Prozent, aber liegt statistisch bei jedem Mal etwas höher, bis das Risiko sich dann irgend wann einmal mit ebenso hoher Wahrscheinlichkeit realisiert. Letztendlich spielen also die Behörden derzeit russisch Roulette auf Kosten der Bevölkerung. Mathematisch handelt es sich um dasselbe Prinzip. Wenn man noch überlegt, daß das ganze sich durch internationale Aktivitiäten potenziert, dann nähert sich die Wahrscheinlichkeit der Ebola-Verbreitung in weiteren Kontinenten 100 Prozent an. Mathematisch werden die 100 Prozent nie wirklich erreicht, denn man kann ja auch beim russisch Roulette theoretisch bei nur einer Kugel im Revolver eine ganze Zeit lang nicht getroffen werden, auch wenn das nach dem sechsten Schuss (in einem Revolver mit 1 Patrone aus 6) immer unwahrscheinlicher wird.

Um es kurz zusammen zu fassen, wie heißt noch der schöne, prägnante Spruch? Wer sich in Gefahr begibt, der kommt darin um.

Copyright im Oktober 2014 – alle Rechte vorbehalten
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*1) http://rechtsanwalt-andreas-fischer.de/2014/09/09/wird-im-hamburger-uke-ebola-importiert/

*2) http://online.wsj.com/articles/dallas-man-says-u-s-ebola-victim-had-been-ill-1412270496

*3) Meldungen in Online-Portale zu dem Thema

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/epidemie-in-westafrika-bundeswehr-startet-ebola-luftbruecke/10790274.html?mobile=false

https://de.nachrichten.yahoo.com/ebola-kranker-auf-isolierstation-frankfurter-klinik-063838534.html

*4) Artikel 104 GG

(1) Die Freiheit der Person kann nur auf Grund eines förmlichen Gesetzes und nur unter Beachtung der darin vorgeschriebenen Formen beschränkt werden. Festgehaltene Personen dürfen weder seelisch noch körperlich mißhandelt werden.

(2) Über die Zulässigkeit und Fortdauer einer Freiheitsentziehung hat nur der Richter zu entscheiden. Bei jeder nicht auf richterlicher Anordnung beruhenden Freiheitsentziehung ist unverzüglich eine richterliche Entscheidung herbeizuführen. Die Polizei darf aus eigener Machtvollkommenheit niemanden länger als bis zum Ende des Tages nach dem Ergreifen in eigenem Gewahrsam halten. Das Nähere ist gesetzlich zu regeln.

(3) Jeder wegen des Verdachtes einer strafbaren Handlung vorläufig Festgenommene ist spätestens am Tage nach der Festnahme dem Richter vorzuführen, der ihm die Gründe der Festnahme mitzuteilen, ihn zu vernehmen und ihm Gelegenheit zu Einwendungen zu geben hat. Der Richter hat unverzüglich entweder einen mit Gründen versehenen schriftlichen Haftbefehl zu erlassen oder die Freilassung anzuordnen.

(4) Von jeder richterlichen Entscheidung über die Anordnung oder Fortdauer einer Freiheitsentziehung ist unverzüglich ein Angehöriger des Festgehaltenen …

*5) http://www.spiegel.de/politik/deutschland/walter-lindner-wird-beauftragter-fuer-ebola-a-994893.html

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