Mensch auf bestialische Art und Weise ermordet, pardon hingerichtet

Ob jemand, der auf bestialische Art mordet, noch ein Recht auf Leben hat, darüber darf und kann man selbst heute noch diskutieren. Nicht mehr diskutieren kann man heutzutage über die Tatsache, dass Menschen, und erst Recht Staaten, die zu ähnlich bestialischen Methoden greifen wie die Mörder selbst, ihre Legitimation verlieren.

So gerade geschehen in den Vereinigten Staaten von Amerika, Oklahoma. Dort erlitt, in der Nacht vom 29. auf den 30.April 2014, Dienstag abends, Clayton Lockett, 38, am Hinrichtungsort in McAlester, Okla., als ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, nach der Verabreichung einer geheimgehaltenen Giftmischung nach 45 Minuten entsetzlichen Todeskampfes, dessen Beschreibung einem den Magen umdreht, einen Herzinfarkt und starb dann endlich. Lockett war verurteilt worden, weil er im Jahre 1999 mit einer abgesägten Schrotflinte auf die 19-jährige Stephanie Nieman geschossen hatte und dann dabei zusah, wie zwei Komplizen sie lebendig vergruben.

Von den Behörden vor Ort wird, um das Spiel mit dem Entsetzlichen zum Exzess zu treiben, eingewendet, er haben wegen des langen Todeskampfes in einem Koma gelegen und habe daher die Art der Folterung, Verzeihung, Hinrichtung, nicht mehr mitbekommen. Mit der Angelegenheit beschäftigt sich ein Untersuchungsausschuss des amerikanischen Bundesstaats. Der Supreme Court von Oklahoma hat allerdings schon eine Beschwerde von weiteren 30 Todeskandidaten erst einmal ganz schnell zurück gewiesen*1). Und auch die republikanische Gouverneurin von Oklahoma, eine ehemalige Häusermaklerin, findet das alles vollkommen in Ordnung.

Der Hintergrund ist ein Boykott der bisherigen europäischen, zuverlässigen Lieferanten für Giftspritzen, der die Amerikaner zwang, nun mit Giftmischungen zu experimentieren. Und wer wäre dazu geeigneter als die schon vorhandenen Todeskandidaten?

Kommentar

Diskutieren kann man die hohe Fehlerrate der Justiz, der Möglichkeit, daß die Strafverfolgungsbehörden sich geirrt haben könnten. Diskutieren kann man aber durchaus die Unsinnigkeit der Todesstrafe, schon wegen der immensen damit verbundenen Kosten. Diskutieren kann man auch die Frage, ob durch die Todesstrafe eine Abschreckung für andere Gewalttäter erzeugt wird, die Verbrechen besser verhindert als lange Freiheitsstrafen. Die Statistik scheint das nicht zu bestätigen.

Nicht mehr diskutable sind aber Vorgänge wie der Beschriebene. Welch entsetzliche Fragestellung, zu diskutieren, welche Art des Mordes noch daher menschlich und vertretbar sei!

Undiskutabel sollten Staaten und Menschen, die dahinter stecken, die sich gegenüber Individuen bestialisch verhalten, mit allen Mitteln bekämpft werden müssen. Und da sollte man auch vor amerikanischen Bundesstaaten nicht halt machen. Dazu haben besonders alle Deutschen, auch wenn sie damals noch gar nicht geboren sein mögen, seit dem dritten Reich einen ganz besonderen Auftrag, aber natürlich nicht nur die Deutschen, sondern die ganze Welt. Die Bibel verbietet ausdrücklich im sechsten Gebot das Töten anderer Menschen. Und dieser Auftrag richtet sich auch ganz besonders an die USA, die mit beherztem Vorgehen im zweiten Weltkrieg den vergleichbar grausamen Menschenexperimenten der Nazi-Ärzte oder besser ausgedrückt dem Treiben von Bestien in Menschengestalt in Deutschland ein Ende setzen.

Es ist Zeit, daß die Todesstrafe international geächtet wird und wirksame Sanktionen gegen die Bestien verhängt werden, die andere Menschen auf grausame Art und Weise ermorden, egal auf welcher Seite sie stehen, und ob sie möglicher Weise irgend eine Uniform dabei anhaben oder nicht.

Wer so etwas macht, begibt sich auf jeden Fall auf das Niveau der Mörder selbst. Da darf die Menschheit nicht mehr einfach nur vornehm verzeihend lächelnd zusehen oder sagen wir besser, einfach wegsehen.

Man darf nicht zuletzt auch nicht vergessen, daß die Todesstrafe in Diktaturen und totalitären Staatensystemen immer noch ein bewährtes Mittel der Zensur ist, und daß die immer noch renitent beibehaltene Todesstrafe in ein paar rückständigen demokratischen Staaten den Diktatoren in der Welt immer noch einen willkommenen Vorwand für ihr perfides Treiben liefert.

Was kann man dazu noch sagen, auch Morden muss gelernt sein. Und manchmal könnten derartige geradezu unglaublichen Skandalfälle dazu führen, daß einige Holzköpfe ihre Ansicht endlich vielleicht doch noch ändern.

English Summary

This article refers to the recent scandal in Arkansas/ Oklahoma from April 30, 2014 where a human being/ death row inmate has been tortured for 45 minutes before dying of a heart attack after a failed execution.

In summary it appears that States and people, whoever it may be, be it in uniform or in private, that abuse their power by using such methods and are experimenting with human beings using unusual and cruel methods, are losing their legitimicy. There should be immediate legal action and sanctions against the individuals and in particular the officials in charge in that US State by all democratic countries in the world.

Let us not forget that the still existing death penalty in some retarded US States also gives an excuse to the many dictatorships in this world to continue their infamous censorship using comparable methods even though real dictators still may be the better murderers in terms of efficiency.

Copyright im Juni 2014 letzter Stand 26.07.2014
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Linksammlung

Deutsche Beiträge

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-04/usa-hinrichtung-giftspritze-mischung-oklahoma#

http://www.tagesschau.de/ausland/usa-hinrichtung100.html

http://www.focus.de/politik/ausland/qualvolle-hinrichtung-moerder-stirbt-erst-43-minuten-nach-gift-injektion_id_3809375.html

Links in englischer Sprache

http://arkansasnews.com/news/arkansas/botched-oklahoma-execution-intensifies-debate-over-death-penalty

http://5newsonline.com/2014/04/30/local-lawmakers-address-hurdles-to-arkansas-death-penalty/
http://www.deathpenaltyinfo.org/methods-execution

: http://arkansasnews.com/news/arkansas/botched-oklahoma-execution-intensifies-debate-over-death-penalty#sthash.hW9zpJ9w.dpuf

*1) Supreme Court Ruling

http://www.huffingtonpost.com/2014/04/24/oklahoma-supreme-court-rules-against-inmates_n_5204801.html

http://www.theguardian.com/world/2014/may/07/oklahoma-lethal-injection-execution-drugs-constitution-animals

more at: http://arkansasnews.com/news/arkansas/botched-oklahoma-execution-intensifies-debate-over-death-penalty#sthash.hW9zpJ9w.dpuf

http://hotair.com/archives/2014/04/30/oklahoma-death-row-inmate-dies-of-heart-attack-after-botched-execution/comment-page-1/

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Rechtsanwalt (Attorney at Law, Germany) and CPA (USA)

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Ein Kommentar zu Mensch auf bestialische Art und Weise ermordet, pardon hingerichtet

  1. helmutbeck sagt:

    Bei allem Respekt den Mitmenschen gegenüber würde ich jemanden, der mein Kind (sexuell) quält (für Filmmitschnitte) und dann, um die Zeugnisfähigkeit des Kindes zu eliminieren auch noch tötet jegliches Recht auf Leben absprechen. Jeder weiß, dass man das nicht tun darf. Wer es trotzdem tut, warum soll der sich des Lebens freuen?

    Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma ist das rigorose Verbieten und vor allem Ächten von jeglicher Gewaltdarstellung und -verherrlichung, auch in „Heiligen Schriften“. Diese machen Gewalt gar zur Pflicht um in den Himmel zu kommen. Manche Urvölker haben das laut Eibl-Eibesfeld noch sehr gut im Griff. Auch die Bonobos sind da Meister und könnten unser Vorbild sein. Wer Gewalt anwendet wird aus jeglicher Gesellschaft ausgeschlossen. Dazu ist es nötig ihn öffentlich zu nennen. Vielleicht ist das ein Weg der Gewalt Herr zu werden. Heute ist es ja so, dass Verbrecher geschützt werden. Ich bin selbst schon Opfer von sex. Gewalt (sex. Telefonterror) geworden und der Verbrecher wurde geschützt, nicht jedoch die vielen Kolleginnen, die in Angst erstarrt sind und sich abends nicht mehr auf die Straße getraut haben. Er wurde neben mich an den Schreibtisch gesetzt und die Firma hat die Betroffenen nicht informiert. Er wurde nicht mal entlassen.

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