Buchbesprechung „Recht hat, wer trotzdem lacht“

API Press Info. Eigenbericht. Erfrischend anders ist das Büchlein von Dr. Pätzold. Mit seinen 24 der kuriosesten Urteile ist es geeignet als Zwischendurchlektüre für den Juristen und auch für den Laien.

Weltbewegend sind sie wohl nicht, die Artikelchen, aber lustig. Geeignet dazu, sich lachend oder mindestens schmunzelnd über den manchmal wirklich schlimmen juristischen Alltag und die Unzulänglichkeit unserer Rechtsprechung hinweg zu setzen. Womit sich unsere Gerichte nicht schon alles beschäftigt haben. Da geht es um die Frage, ob ein Möbelhaus ein unerlaubtes Glücksspiel betreibt (dieser Ansicht war die Bezirksregierung Karlsruhe, anders sieht es der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=16861), wenn es die Möbel zwar verkauft, aber dann, wenn es drei Wochen später regnet, den Kaufpreis rückerstattet, oder die Frage der Zulässigkeit der Verwendung von Suchscheinwerfern bei der nächtlichen Jagd, die Verwanzung von Heimbewohnern mit Peilsendern, oder um Billiganbebote beim Zahnarzt (25 Euro für eine komplette Karies-Versiegelung). Die Frage, ob die Aufklärung über einen vorangegangenen Selbstmord einen Fehler bei einem Hauskauf darstellt, oder wie viele Haustiere noch artgerecht betreut werden können (260 jedenfalls nicht mehr!). Die städtische Entsorgung eines ohne Einhaltung der Auflagen bestatteten Toten oder die Frage, ob ein angeblich feinschmeckerisch begabter Schäferhund des Nachbarn als erstes die ganz besonders wertvollen Kois (japanische Zierfische) aus dem Wasser angeln und fressen würde, darf nicht fehlen. Das Auto als Müllcontainer, die Verantwortlichkeit für den Tod eines Pferdes nach der unerlaubten Fütterung mit frischem Heu durch Besucher, die Maßregelung eines loyalen Polizeiobermeisters auf der Streife, der seine Augen aus Konzentrationsgründen fest geschlossen gehalten hatte (vgl. dazu unseren Beitrag, Link weiter unten, über das Alimentationsprinzip – Bezahlung für loyales Nichtstun *1), Gütertrennung am Weinvorrat bei der Scheidung, und die Münchener Bierbusse zur Abrundung.

Ein zusätzliches Highlight an dem Büchlein sind die witzigen Illustrationen des Berliner Karrikaturisten Veleriu Kurtu.

Wer noch mehr darüber wissen möchte, kann sich selbst überzeugen und die Veröffentlichung als Download beschaffen, hier geht es zur Fundstelle:

https://www.smashwords.com/books/view/361128

Copyright im Dezember 2013
Anif Press Info
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*1) http://rechtsanwalt-andreas-fischer.de/2012/03/01/alimentation-oder-noch-mehr-geld-fur-loyales-nichtstun/

Über admin

Rechtsanwalt (Attorney at Law, Germany) and CPA (USA)
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