al-Ghamdi

API (Eigenbericht) Mit gebrochenen Rippen, einem abgerissenen Fingernagel und Verwundungen am Schädel, geschändet und vergewaltigt, so war sie eines unwürdigen Todes gestorben, die kleine 5-jährige Lama al-Ghamdi. Sie war mit einem Stock und mit Kabeln verprügelt worden und wies Brandspuren auf. Dies war schon dokumentiert in einem Krankenhausbericht 10 Monate vor ihrem Tod!

Täter der grausamen Tat war der eigene Vater, Fayhan al-Ghamdi, ein Priester aus Saudi-Arabien. Er hatte sie verdächtigt, ihre Jungfräulichkeit verloren zu haben und verfolgte sie deswegen und brachte sie dann auch um.

Der in dem Fall tätige Richter äußerte die Auffassung, daß nach einer Schrift des Islams ein Vater für den Mord seiner eigenen Kinder nicht voll verantwortlich gemacht werden könne!

Der Täter wurde zunächst frei gelassen worden gegen Zahlung einer Belohnung von £31,000. Dann wurde er aber doch zu 8 Jahren Haft verurteilt sowie 600 Peitschenhieben. Dies erst, nachdem es einen weltweiten Aufschrei der Empörung gegeben hatte. Es wird befürchtet, daß er dennoch wieder frei gelassen wird, wenn die Mutter das ihr angebotene Blutgeld akzeptiert.

Die Saudi-Arabischen Behörden haben nun eine Telefon-Hotline eingerichtet für Kindesmißhandlung. Außerdem wurde ein Gesetzesentwurf gegen häusliche Gewalt verabschiedet.

Kommentar

Manchmal bleibt der denkende und fühlende Mensch nur noch sprachlos angesichts der fürchterlichen Dinge, die offiziell und inoffiziell in dieser Welt vor sich gehen. Und, es ist an der Zeit, aufzuräumen!

Der Skandalfall erinnert an ein Gespräch, das der Unterzeichnende vor nicht allzu langer Zeit mit einem Vertreter des weissen Rings, der deutschen Opferschutzorganisation, geführt hatte.

Dieser äußerte die Meinung, Ärzte und Krankenhäuser seien nach geltendem deutschen Recht dazu verpflichtet, aufgrund ihrer Schweigepflicht Informationen über bekannt gewordene Mißhandlungen zu unterdrücken! Die Berichterstattung und Bekanntgabe an Dritte sei selbst Straftat! – Es gibt auch in Deutschland immer noch kein intaktes, funktionierendes Meldesystem über Kindesmißhandlung! 2002 wurde zwar das Gesetz gegen häusliche Gewalt verabschiedet, das jedoch vielerorts ignoriert wird. Eine Telefon-Hotline für Kindesmißhandlung mit einem angeschlossenen offiziellen Meldesystem und nachvollziehbarer rechtsstaatlicher Berichterstattung durch Polizei und Staatsanwaltschaft gibt es in Deutschland nicht. Es ist keine wirkliche Neuigkeit, daß viele Richter, Staatsanwälte und sonstige Amtspersonen in Deutschland einschließlich der Polizisten ihre Kinder nach wie vor vollkommen ungehindert prügeln.

Fangen wir doch an bei uns mit dem Aufräumen.

Copyright im Oktober 2013
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Ein Kommentar zu al-Ghamdi

  1. helmutbeck sagt:

    Gratulation, Gratulation Sie sind neben der kath. Kirche (seufz) und ein paar wenigen privaten Seiten der Einzige, der dies mehr als traurige Kapitel bis dato (3. Nov 2014) im deutschsprachigen Raum aufgegriffen hat. Das öffentliche Benennen und Ächten von Gewalt ist ein wichtiger Schritt zu den Menschenrechten. Gerade in „Heiligen“ Schriften wird Gewalt durch einen nie gesehenen Gott gerechtfertigt oder als Himmelsbilett gar gefordert. Wenn wir eine gewaltfreie Gesellschaft wollen, müssen wir als erstes diese, fast möchte ich sagen recht unheiligen Schriften als das kritisieren, was sie sind: Aufrufe zu Gewalt und Intoleranz.

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