Whistleblower erhält 1,9 M USD im Gallup Skandal

Gallup Polling, ein amerikanischer Gigant im Bereich der Meinungsumfrage, hat sich in einem Vergleich bereit erklärt, insgesamt 10,5 Millionen USD zur Beilegung eines Rechtsstreits wegen Abrechnungsbetrugs zu zahlen.

In dem Rechtsstreit ging es um vorsätzliches “Overbilling” also die Ausstellung von überhöhten Abrechnungen. Die Abweichungen betrafen projektierte Arbeitsstunden im Rahmen von Regierungsaufträgen, konkret des amerikanischen Außenministeriums (US Department of State) und der amerikanischen staatlichen Münzanstalt (United States Mint). Der Whistleblower Michael Lindley, einer der Direktoren des betreffenden Unternehmens (Client Services), erhielt von der Vergleichssumme 1,9 Millionen USD. Damit wurde zugleich eine Kündigungsschutzklage des Whistleblowers wegen einer außerordentlichen fristlosen Kündigung gütlich beigelegt.

Im vergangenen Jahr wurde durch die amerikanische oberste Finanzbehörde Internal Revenue Service (IRS) insgesamt 125 Millionen USD an Whistleblower bezahlt im Rahmen der Beiträge zur Aufdeckung von Steuerbetrug in Höhe insgesamt rund 3,3 Milliarden USD.

Der Vergleich wurde ermöglicht durch das amerikanische Federal Whistleblower Law.

Der Whistleblower wurde vertreten durch David J. Marshall, ein Partner bei Katz, Marshall and Banks, LLP und Janet L. Goldstein, eine Spezialistin für Whistleblowing bei Vogel, Slade & Goldstein, LLP.

Rechtsvergleich

In Deutschland befinden wir uns vergleichsweise noch in der Steinzeit des Whistleblowings.

Die entsprechende Anti-Korruptionsgesetzgebung wird seit mehr als 10 Jahren durch die deutschen Volksvertreter boykottiert. Eine Parallele zum False Claims Act (FCA), der derartige Klagen erst erlaubt als Individualklage in Prozessstandschaft für den (untätigen) Staat, gibt es nicht.

Als Folge der gesetzgeberischen Untätigkeit wird Whistleblowern in Deutschland immer noch eher selbst durch die deutschen Behörden vollkommen ungehindert nachgestellt, und die mitgeteilten Straftaten werden systematisch vertuscht. Sie werden im Extremfall sogar in die Psychiatrie eingewiesen, wie im Skandalfall aus Bayern Gustl Mollath.

Geld bezahlt wird für Whistleblowing in Deutschland offiziell gar nicht, und inoffiziell/ doch offiziell nur verdeckt in Form von Schmiergeldern, die selbst eines Whistleblowers bedürften. Geldflüsse in Millionenhöhe an unversteuertem Steuergeld sind feststellbar exklusiv an staatsinterne deutsche Mafiaorganisationen. So flossen und fließen immer noch etwa Millionenbeträge an Steuergeldern an anonyme Adressen etwa zu Aufkauf der bekannten Steuersünder-CDs, erlangt durch Straftaten in ausländischen Banken. Es lebe hoch der deutsche “Rechtsstaat.”

Linksammlung

http://money.cnn.com/2013/07/15/news/companies/gallup-whistleblower/index.html

http://www.businesswire.com/news/home/20130715006282/en/Gallup-Organization-Pay-10.5-Million-Resolve-Whistleblower

http://www.ringoffireradio.com/2013/07/16/gallup-agrees-to-10-9-million-fraud-settlement-whistleblower-is-awarded-1-9-million/

Allgemeiner Beitrag über das Whistleblowing

http://www.123recht.net/article.asp?a=150360

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