Staatsangehörigkeit als Instrument der systematischen Diskriminierung?

Die Forderung der baden-württembergischen Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD), dass Einwanderer nach der Einbürgerung neben der deutschen die bisherige Staatsangehörigkeit behalten dürfen sollen, wird hier voll unterstützt, ohne daß dies als politisches Statement zu verstehen wäre.

Die Staatsangehörigkeit heutzutage ist ein veraltetes und überholtes Mittel, anhand dessen rassistisch-völkische Besserstellung der Mitglieder einzelner Staaten erreicht wird. Es werden damit künstlich Herrenvölker geschaffen, und Sklavenvölker.

Sachliche Gründe für diese Unterschiede, die mit Hilfe der Staatsangehörigkeit zwischen Mitmenschen gemacht werden, gibt es meist nicht. Man wird einfach zufällig am falschen Ort geboren, oder von den falschen Eltern. Aber mit der verheerenden Konsequenz, daß man entweder zeitlebens betteln muß und eventuell eines Hungerstodes sterben, und im Ausland gejagt wird wie ein Verbrecher, oder wie die Made im Speck zeitlebens aus dem Vollen schöpfen. Zu letzterer privilegierten Gruppe zählt sich übrigens auch der Autor dieses Beitrags.

Die Ungerechtigkeiten, die mit der Staatsangehörigkeit verbunden sind, sollten mindestens dadurch gelindert werden, daß unbegrenzte internationale Mehrfachstaatsangehörigkeiten erlaubt werden.

Damit können die Behörden der Einzelstaaten die allerschwächsten Mitglieder der Gesellschaft, die Heimatlosen, die Entwurzelten und die Flüchtlinge aus anderen Ländern etwas weniger verfolgen und schikanieren, als sie es bisher tun.

Und jeder, der eine doppelte Staatsangehörigkeit besitzt, wird selbst innerlich immer auch ein bisschen für die andere Seite mitfühlen können. Das macht die internationale Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit viel schwerer.

Letztendlich sind wir alle nur Gast in dieser seltsamen Welt für einen auf maximal 120 Jahre begrenzten Zeitraum, juristisch ist das am ehesten vergleichbar mit einer Art Erbpachtvertrag oder vielleicht ein Lehen. Weitere Grenzen brauchen wir da eigentlich überhaupt nicht.

Beitrag und Copyright im August 2011 von:

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