Über den „Mäuseeffekt“ bei den Völkern

Bei den Mäusen ist der Effekt von den Medizinern wissenschaftlich erforscht und nachgewiesen, nicht so bei den Menschen und erst recht nicht bei der Psychologie der Völker. Hier geht es zur Fundstelle eines amerikanischen Artikels aus der Medizin, „Intruder-evoked aggression in isolated and nonisolated mice: Effects of psychomotor stimulants and l-Dopa“ der sich mit der Aggression bei einem Eindringling in das Territorium beschäftigt. Die Studie beschäftigt sich weiter mit dem Bedarf und der Menge der zur Beruhigung benötigten Psychopharmaka, die bei isolierten Tieren wesentlich höher liegt. Bei einem weiteren Artikel aus Kanada „Aggression and Self-Regulation of Population Size in Deermice“ geht es um die Population sowie die Selbstregulierungsmechanismen durch damit zusammenhängende Aggressionen.

Folgende Mechanismen und Strukturen werden beispielsweise untersucht:

Mäuse, die auf zu engem Raum zusammen gesperrt werden, entwickeln Verhaltensauffälligkeiten. Sie beginnen, sich gegenseitig zu beissen und werden unproportional aggressiv. Dies kann auch bei den „friedlichsten“ Tieren beobachtet werden.

Ähnliches kann man bei Menschen beobachten, ohne daß hierzu exakte Studien bekannt wären. Und erst recht nicht wurden bisher, soweit bekannt, diese Erkenntnisse in die Psychologie des Verhaltens der Völker umgesetzt, vgl. dazu unseren früheren Beitrag. Irgendwo in diesem Bereich liegen nämlich auch die wahren Wurzeln für Krieg und Aggressionen im internationalen Bereich.

Derartige Transferstudien verbieten sich leider derzeit noch vollkommen. Bis hin zu der Forderung, daß es eigentlich sogar eine eigene Wissenschaft geben müßte, die sich ausschließlich mit dem Transfer von Erkenntnissen aus einer Wissenschaft in die andere beschäftigt.

Der Grund dafür liegt in den Begrenzungen der traditionellen akademischen Wissenschaften selbst. Der Biologe hat Biologie studiert und stellt biologische Forschungen an. Der Soziologe hat Soziologie studiert und stellt soziologische Studien an Menschen an, der Psychologe Psychologie, und der Völkerrechtler hat Jura studiert hat und nimmt Veröffentlichungen im Bereich des Völkerrechts vor.

Ein Blick über den Tellerrand dieser engen Beschränkungen würde mit Hohngelächter quittiert und dadurch wird auch der Blick auf das Wesentliche bzw. auf das auf der Hand liegende gründlich verstellt. So verhindert die traditionelle Wissenschaft durch verkrustete Strukturen, die niemals in Frage gestellt werden, bzw. werden dürfen, systematisch neue Erkenntnisse und Aufschlüsse.

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