Unverlangte, betrügerische EMAILS, FAXe sowie unangeforderte Post, kleine SPAM-Checkliste

SPAM-Checkliste und kleiner Ratgeber für unverlangte, betrügerische EMAILS, FAXe sowie unangeforderte Post

Bei SPAM-Post gibt es zuerst einen ganz einfachen Tip: der normale Papierkorb ist doch durch nichts zu ersetzen. Aber vorher den Empfänger unkenntlich machen bzw. schreddern. Bei den Emails gibt es eine Parallele, das SPAM-Postfach. Damit sollte man arbeiten. Denn – auch wenn dort ähnliche Kriterien angewendet werden, kann schon mal die ein- oder andere echte Email aus Versehen in den SPAM-Briefkasten rutschen. Daher sollte man die SPAMs von Zeit zu Zeit durchsehen und eventuelle Fehlzuordnungen korrigieren.

Und hier einmal eine Zusammenstellung von Punkten, an denen man die übliche „SPAM“-Post recht einfach erkennt. Wenn zwei oder drei der unten gelisteten Punkte zusammen treffen, kann man mit so gut wie 100 % iger Sicherheit von SPAM ausgehen:

1) Betreff: in Grossbuchstaben normaler Weise allgemein, z.B. „PROMOTION 2010“

2) An: undisclosed-recipients:; oder überhaupt kein Empfänger sichtbar

3) Datum: häufig versandt um Mitternacht

4) Anrede unpräzise oder überhaupt nicht

5) Abgefragt werden üblicher Weise geschützte Daten wie: Name, Adresse, Alter, Beschäftigung, Tel.-Nr. (Nebenbei bemerkt: Wer so dumm ist, die freiwillig herauszugeben, verdient nach der Denkweise der Angreifer natürlich auch keinen Schutz!)

6) Inhalt: häufig Gewinnversprechen, unnormal hohe Beteiligungen (z.B. 30 % einer Erbschaft aus einem Flugunfall) hohe Zahlen (die wirkliche in der Wirtschaft tätige Personen niemals in einer Email nennen würden, schon gar nicht bei einem Erstkontakt!)

7) Absender: häufig nicht vorhanden oder falsch

Wenn Absender genannt ist: Verprobung geht fehl:

a) Verprobung von Telefonnummern von einem fremden Telefon aus (Internetcafe) etwaige Telefonnummern einmal anrufen

b) Als Referenz genannte Personen direkt kontaktieren

c) bei unabhängigen Dritten anfragen, ob genannte Positionen überhaupt existieren, und wer dort zuständig ist.

8) Alle genannten Namen und Adressen hat man niemals vorher gehört.

9) Häufig ist angeblicher Absender der Email ein hoher Mitarbeiter einer ausländischen Regierung oder einer Bank – kann recht leicht verprobt werden

10) Aufforderung, eine gewisse Anlage zu öffnen.

11) Google-Verprobung: Nehmen Sie Passagen aus dem Text und googeln sie sie. Wenn Sie fündig werden, können Sie bereits davon ausgehen, daß sie vorformulierte Schreiben bekommen haben. Häufig stösst man dabei auf echte Anti-Spam Websites, die weitere Instruktionen für Sie geben. Sie können die Spams dann dort melden, und es wird zentral dagegen vorgegangen.

Denken Sie daran: Betrüger sind faul, sie möchten ihr Geld nicht mit echter Arbeit verdienen! Daher werden solche Massenschreiben niemals persönlich formuliert. Deren Kalkulation geht ja dahin: wir schreiben 1 Million Emails, und finden vielleicht 100 Dumme, die auf uns reinfallen. Wenn wir die dann schröpfen, haben wir immer noch Gewinn gemacht.

Bei „Telefonterror“ – Anrufen noch ein paar ganz einfache, aber wirkungsvolle Tips:

Niemals irgendwelche persönlichen (und am besten auch sonst keine) Angaben gegenüber Personen oder Institutionen machen, die man nicht ganz genau kennt.

Keine Anrufe mit Rufnummernunterdrückung annehmen.

Bei besonders hartnäckigen Vertretern um schriftliche Übersendung der Unterlagen bitten und aufhängen.

Bei „Faxterror“:

Am wirkungsvollsten ist es, wenn der Faxversendung die Rechnung für seine nicht angefragten Faxmitteilungen bezahlen muss.

Seitdem wir die Fax-Rufnummern auf einen Dienstleister umgestellt haben, die die Faxe als PDF-Datei mit den Kosten zu Lasten des Faxversenders umgestellt haben (und zwar mit Gebühren im Cent-Bereich!), ist die Zahl der unerlaubt zugesandten Faxe auf wunderbare Art und Weise so gut wie auf 0 gesunken!

Ach, nochwas: die deutsche Polizei und Staatsanwaltschaft sind unserer Erfahrung nach so gut wie nutzlos bei den oben genannten Betrugsversuchen. Nicht in einem einzigen Fall bis heute wurden auf Strafanzeigen irgendwelche nachvollziehbaren, geschweige denn zu Ergebnissen führenden Ermittlungen aufgenommen. Die Strafanzeige können Sie sich also – leider – wohl sparen.

Beitrag und Copyright Nov. 2010 von:

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http://rechtsanwalt-andreas-fischer.de/2011/07/15/pishing-email-wichtige-mitteilung-ihr-konto-ist-inaktiv/

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