Warnung vor Investitionen bei der Comdirect Bank

Aus gegebenem Anlaß ist eine Warnung davor auszusprechen, dieser Online-Bank als Investor Geld anzuvertrauen.

Einer Bank, die nicht bereit ist, den aktuellen Kontostand dem eigenen Kontoinhaber (!) auf sein Verlangen auf der Stelle auszuzahlen, müsste auf der Stelle die Bankenzulassung entzogen werden. Der Vorstand einer Bank, die ein gesamtes Depot unterschlägt, und dann auch noch Forderungen gegen den eigenen Investor erfindet, gehört vor den Strafrichter.

Nicht so in Deutschland, nicht so bei der Comdirect Bank. Investorenschutz, ha, ha ha. Da lachen wir doch nur. Wir nehmen euer Geld nur und geben es niemals wieder her!

Die Lizenz zum Gelddrucken, Comdirect Bank hat sie. Es ist aber in Wirklichkeit Ihr aller Geld, das in die Taschen der Bank wandert, und dort auch schön bleibt.

Folgender Sachverhalt ereignete sich:

Geschäftszeichen: 7 C 289/10 Amtsgericht Baden-Baden

Bei einem beliehenem Depot (mit 30 %) im Wert von insgesamt rund 5.000,00 Euro wurde bei fallenden Aktionkursen der Sicherungswert geringfügig unterschritten.

Die Bank sperrte daraufhin (wegen eines Darlehens im Wert von ca. 1.500 Euro) im Jahre 2008 einfach den Online-Zugang zu dem Depot für den Investor, und „wirtschaftete“ es intern im Verlauf von ca. einem Jahr durch inkompetente Mitarbeiter der Bank herunter bis auf einen Stand rund 400 Euro, – möglicherweise wurden so auch einfach „faule“ Aktien intern ausgetauscht. Dem Investor standen bei derartigem Pfusch – hilflos und machtlos dem Treiben dieser Bank ausgeliefert – die Haare zu Berge!

Dieser Kontostand wurde dann durch die Bank trotz mehrerer Anfragen dem Investor noch nicht einmal ausgezahlt!

Statt dessen wurden durch die Bank – ebenfalls ohne Einwilligung des Investors, angebliche Forderungen der Bank gegen den Investor (!) wegen „Überziehung“ eben dieses Depots in Höhe von ebenfalls rund 400 Euro an ein Nürnberger Inkassounternehmen abgetreten und/oder eventuell sogar verkauft!

Der Investor war nun gezwungen, nachdem ein Schlichtungsverfahren erfolglos blieb, ebenso wie eine Beschwerde bei der Bankenaufsicht (BaFin), Klage einzureichen gegen die Bank auf Auszahlung seines eigenen Geldes!

Die Klage des Investors auf Auszahlung des eigenen, verbleibenden Depotbetrags ist noch nicht rechtskräftig abgeschlossen. Das Geld ist durch die Bank bis heute nicht zurück bezahlt worden!

Ob wegen des unsachgemäßen Herunterwirtschaftens des Depots eine weitere Klage auf Schadensersatz eingereicht wird, wird derzeit noch rechtlich überprüft.

Auf eine Strafanzeige wegen Betrug / Unterschlagung gegen den Vorstand der Bank und gegen das Inkasso-Unternehmen durch den Investor wurde von der Staatsanwaltschaft keine Ermittlungen eingeleitet, da es sich um eine „zivilrechtliche“ Angelegenheit handele.

Auch wenn es hier nicht um viel Geld geht, so ist derselbe Mechanismus durchaus vorstellbar mit ein paar Nullen mehr vor dem Komma!

Beitrag und Copyright Nov. 2010 von:

Anif Press Info

Per Email an: Rechtsanwalt@anif.de

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