Prinzip Ackergaul und Müllschlucker

bei Unterricht und Lehre in Deutschland gegen Biologie des menschlichen Gehirns?

Oder: über die negative Auswahl der Dümmsten bzw. Lerngestörtesten und Lahmsten bzw. bildlich von Müllschluckern und Ackergäulen an den Schulen und Universitäten

Das menschliche Gehirn ist über Millionen von Jahren darauf spezialisiert, wichtige Informationen von unwichtigen zu trennen. In hochkomplizierten Prozessen werden unwesentliche Informationen sofort wieder verdrängt, sobald sie nicht benötigt werden. Dabei werden sie vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis transferiert und schließlich unterdrückt. Besonders im Schlaf werden dabei wichtige Informationen in bestimmten Schritten weiter verarbeitet. Wer das nicht kann, wird unweigerlich verrückt. Die ungeheuere Datenmenge mit Unwesentlichem würde alle sinnvolle Gedanken verhindern. Beispiel: Versuchen Sie einmal, genau aufzulisten, was Sie in der vergangenen Woche alles gegessen haben. Morgens, Mittags, Abends. Und dann in der Woche des Monats davor. Vollkommen unmöglich.

Die genauen Mechanismen sind bis heute nicht einmal abschließend erforscht. Im deutschen Unterricht sowohl in der Schule als auch in der Universität wird hingegen schwerpunktmäßig immer noch das Prinzip Müllschlucker und Ackergaul verwendet.

Es werden den armen Schülern und Studenten sämtliche irgendwie im Zusammenhang mit dem Lehrplan stehenden Fakten zum „Fraß“ vorgeworfen. In der Landwirtschaft hieß das früher „pfropfen.“ Damit die Weihnachtsgänse dicker wurden, wurde ihnen mittels eines Trichters Nahrung eingeflößt, bis es nicht mehr ging. Diese Verfahren sind heute nicht mehr erlaubt. Bei Gänsen. Sehr wohl aber bei Schülern und Studenten. Ähnlich verhält es sich nämlich unverändert auch heute mit der vielgepriesenen Lehre und dem Unterricht.

Erwartet und abgeprüft wird dann, wie viel von diesem „Wissen“ wider alle Natur im Kurzzeitgedächtnis hängen bleibt und nicht verdrängt wurde.

Ausgewählt werden dadurch nicht etwa die besten Gehirne, sondern die, die es schaffen, das eigene Gedächtnis zu überlisten und vollkommen belanglose Fakten im Kurzzeitgedächtnis abrufbar unterzubringen. Diese regelrechte Vergewaltigung geschieht entweder recht gut mittels Drogen, die dabei helfen, natürlich Widerstände überwinden, oder sonstiger Techniken, die weder gesund sind, noch besonders gute Denker hervorbringt. Mehr und mehr gehen auch gewissenlose Ärzte und Psychologen dazu über, derartige Lerndrogen sogar zu verschreiben.

Stundenlang und täglich gleichbleibend monoton wird dabei Faktenwissen von den Lehrern und Professoren überwiegend monologartig vorgekaut.

Beispiel: in einem direkt betroffenenen Land, Deutschland, in der Nachkriegsgeneration, war es tabu, über das spannendste denkbare Thema, nämlich die Nazizeit, zu reden oder zu diskutieren.

Statt dessen wurde, zum Beispiel, in den Schulen jahrelang über das vollkommen uninteressante, verkrachte politische Leben von allen Ottos den Kahlen doziert.

Diejenigen Schüler, die sich belangloses Zeug wie z.B. die Geburtsdaten der Ottonen, den ganzen haarsträubenden politischen Blödsinn, den diese degenerierte Sippe angestellt hatte, möglichst haargenau eingeprägt hatten, und ohne Widerspruch und Kritik jederzeit wieder möglichst lückenlos und vollständig reproduzierten, waren und sind die „Einserschüler.“

Ähnlich verhält es sich im Jurastudium: Es werden nicht die fähigsten, kreativsten Geister ausgewählt, sondern die, die sich „his masters voice“, nämlich die – teilweise dümmliche, korrupte und von sachfremden Interessen getriebene – höchstrichterliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, vollkommen unkritisch einverleiben und diese vor- und rückwärts nachbeten können.

Kritisches Denken wird regelrecht abgestraft. Die Frage „de lege ferenda“ – welche gesetzgeberischen Alternativen gibt es, wird so gut wie gar nicht gefunden auf den universitären Lehrplänen, und erst recht nicht im Rahmen der – einzig entscheidenden – Examina. So erklärt es sich, daß die heutige Generation an Richtern Fragen der Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen, von staatlichem Handeln, von Grund- und Menschenrechten, schlicht ignoriert. Wir haben es mit einer „Elite“ an Müllschluckern zu tun, die möglichst widerstandslos große Mengen an – teilweise haarsträubend falschen – Entscheidungen abspeichern und jederzeit vor- und rückwärts aufsagen können. Kritisches Denken, Verantwortung gegenüber dem Volk, soziale Komponenten: 0!

Ein „normales“ Gehirn und eine normale Reaktion wäre es, in der ersten Stunde derartiger „Berieselung“ zu revoltieren und entweder zum Ausdruck zu bringen, wie belanglos und bezugslos zur Realität diese Informationen sind, oder zu schlafen.

Die Schüler und Studenten, die sich das widerstandslos möglichst vollständig in das Gehirn speichern, werden als die Besten verkauft. Belohnt wird damit nicht die natürliche Funktion der Auslese wichtiger Informationen und der Verdrängung der unwichtigen, sondern die wahllose, unkritische Speicherfunktion. Das kann erreicht werden hauptsächlich, wenn man nicht einen geistigen Defekt hat, durch mnemotechnische Tricks wie z.B. häufige Wiederholungen der belanglosen Informationen, oder mit Hilfe von Drogen, die Verdrängungsmechanismen unterdrücken oder erschweren. Den heutzutage bestehenden Wettbewerb der Studenten könnte man damit auch vergleichen mit einem Wettlauf von Fahrzeugen auf einem großen Acker. Die mit dem Porsche bleiben sofort im Schmutz hängen. Und es gewinnen immer die beständigen Ackerfahrzeuge mit den großen Rädern, bzw. die Ackergäule, die langsam, aber beständig vor sich hin mühlen bzw. gehen.

Verstärkt wird dies noch dadurch, daß der monologiserende Lehrer oder Professor sich normalerweise nach dem langsamsten Studenten richtet. Die schnellen Geister verstehen Sachverhalte und Zusammenhänge sofort. Der Ackergaul mühlt in der Zwischenzeit und versucht mit seinem langsamen Verstand, zu kapieren, was überhaupt vorgeht. Bis der Ackergaul dann ebenfalls am Ziel ist, haben die eigentlich viel schnelleren schon längst abgestellt. Die Angelegenheit wurde so zwar für den Ackergaul und Müllschlucker schmackhaft zubereitet, die eigentlichen Porsches und schnellen Geister werden dadurch aber dismotiviert. Überlebenstechnik: schlafen! Bis der Ackergaul auch am Ziel ist, schlafen die Intelligenten bereits. Wer gewinnt im Ergebnis? – der Ackergaul trabt strahlend durchs Ziel und hats endlich auch kapiert.

Im Ergebnis haben wir dann auch unsere so gezüchteten und „ausgewählten“ „Eliten“:

Wir haben Eliten von geistigen Müllschluckern und Ackergäulen. Teilweise drogenabhängige, insgesamt so gut wie kaputte, geistig regelrecht kranke Menschen, die aber in der Lage sind, riesige Massen an Informationen problemlos endlos behalten und wiedergeben können. In neun Jahren geistigen Mißbrauchs haben sich die wirklich guten Gehirne schon längst Überlebenstechniken angeeignet. Es wird „geschlafen“, und versucht, die Berieselung mit unnötigen Informationen irgendwie zu überleben.

Aber im Ergebnis spucken unsere Schulen und Universitäten dann auch das aus, wozu sie wider die menschliche Natur strukturiert sind: Ackergäule, Müllschlucker und Überlebenskünstler.

Pisa hat uns dafür lediglich die Quittung gegeben.

Und die deutschen Universitäten haben im internationalen Vergleich der englischen QS-Rangliste ihr Fett auch schon ähnlich abbekommen, nämlich „ferner liefen“ bzw. Mittelmaß.

Aus der Liste von 200 Universitäten kommt die angeblich beste deutsche Universität Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg gerade mal auf Platz 51. Die TU München auf Platz 58 und die Ludwig-Maximilians-Universität München auf Platz 66. Die Freie Universität Berlin belegt Platz 70 und die Universität Freiburg belegt einen blamablen 97. Platz.

Bei der QS-Rangliste wird unter anderem gewichtet die Betreuung der Studenten (in Deutschland eigentlich = 0!), der Anteil von Professoren sowie von ausländischen Studenten und der akademische Ruf weltweit, weniger die Forschung.

Alternative Rankings wie z.B. das Shanghai-Ranking sehen das nicht anders.

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3 Kommentare zu Prinzip Ackergaul und Müllschlucker

  1. admin sagt:

    10. April 2011: Nachtrag: Ein vor kurzem gesendeter Fernsehbeitrag zeigte einen Mann im Alter von 20 Jahren mit einem Intelligenzquotient von 130, der einen Schuldirektor mit vermutlich nicht halb so viel Grips im Kopf anbettelte, trotz eines unter der Durchschnittsnote Drei liegenden Durchschnitts in die Realschule aufgenommen zu werden. Da könnte man wirklich die Wut bekommen!

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